Schützengilde Hitzacker

Beiträge mit dem Stichwort ‘Obergildemeister’

Schützenkönig 2017 ist Henning Fredersdorf

Klaus Linnecke, der Obergildemeister der Schützengilde von 1395 zu Hitzacker (Elbe) e.V., hatte es am Samstag um 14:30 wieder einmal sehr spannend gemacht, bei der Bekanntgabe und Proklamation des neuen Königspaares nachdem der scheidende König eine wunderbare Rede über sein Königsjahr und die Vorzüge des Königsdaseins, der Gilde und der Gemeinschaft in Hitzacker mit den anderen Vereinen der Elbestadt hervorhob. Nachfolger von Frank und Sabine Lehmann als Königspaar sind Henning Fredersdorf und Kathrin Münch, die die folgende Zeit als Majestäten genossen. Am Samstag war der Schützenplatz auf der Stadtinsel bei tollem Wetter gut gefüllt und auch am Abend im Festzelt herrschte bei mitreißender Musik der Band Up2Date beste Stimmung und es waren kaum freie Plätze zu sehen und die Tanzfläche war bis in die Morgenstunden des Sonntags stets gefüllt. Der Ummarsch am Sonntag bei Kaiserwetter, die anschließende Feierstimmung im Festzelt mit Begleitung des grandiosen Blasorchesters „Heidejäger“ war ein krönender Abschluss, so dass bis zum Abbau des Zeltes am Sonntagabend hervorragende Stimmung herrschte und die verbliebenen Schützen, deren Begleitungen und die verbliebenen Gäste mit fröhlichen Gesichtern im Weinzelt den Abend ausklingen ließen. Die Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 10.07.2017 schreibt dazu:

Gildemeister jetzt neue Majestät

Schützenfest der Gilde in Hitzacker – Henning Fredersdorf schoss ins Zentrum

Bild: Vom Balkon des alten Rathauses aus winkte das neue Majestätenpaar, Henning und Kathrin Fredersdorf, den zahlreichen Zuschauern auf dem Marktplatz zu. Dort verteilten zwei Schützenbrüder Süßigkeiten an die Kinder und Rosen an die Damen als Zeichen der Verbundenheit zwischen Königspaar, Gilde und Bevölkerung. 3 Auf.: A. Schmidt as Hitzacker. Gildemeister Henning Fredersdorf (2. Kompanie) ist neue Majestät der Schützengilde Hitzacker von 1395. Gemeinsam mit seiner Königin Kathrin ist der stellvertretende Gildevorsitzende Nachfolger von Frank und Sabine Lehmann, die nun als Vizekönigspaar fungieren. Obergildemeister Klaus Linnecke hatte die Bekanntgabe des Namens des neuen Würdenträgers wieder einmal mächtig spannend gemacht und zuvor Friedhelm Klepper (Schwarzes Corps) und seinen Neffen Frank Linnecke (2. Kompanie) als zweit- und drittbesten Schützen beim Königsschießen gewürdigt. Erster Kommentar von Bürgermeister Holger Mertins: "Das wird eine musikalische Königszeit. Da darf wieder auf den Tischen getanzt werden." Denn die neue Majestät gilt in der Gilde als der Stimmungsantreiber schlechthin. Bild: Friedrich Rabe (links) sicherte sich mit einem Zentrumsschuss die Ehrenscheibe „König der Könige“, die ihm Kommandeur Thomas Schenck überreichte. Auf.: A. Schmidt Am Sonnabend hatte der Schützentag mit einem Frühstück in Wussegel beim bis dato amtierenden Majestätenpaar Frank und Sabine Lehmann in deren Restaurant Elbterrassen begonnen. Dort hatte SG-Bürgermeister Jürgen Meyer seine Verbundenheit mit der Hitzackeraner Gilde zum Ausdruck gebracht, in dem er mit weißer Hose - also in Paradeuniform der Schützengilde Hitzacker - erschienen war. Zu Ehren der Gastgeber beschallten die Böllerschützen der Rostocker Schützengesellschaft Concordia das Elbetal. Bild: Obergildemeister Klaus Linnecke (vorne von rechts) begleitet das scheidende Königspaar Frank und Sabine Lehmann mit Bürgermeister Holger Mertins zum Königsessen im Café Dierks. Auf.: A. Schmidt In Hitzacker am Markplatz zeigte sich Majestät Lehmann dann schwer beeindruckt vom Parademarsch seiner Gildebrüder und -gäste und ließ Kommandeur Thomas Schenck ein Lob aussprechen. Beim anschließenden Königsessen im Café Dierks sorgten die Heidejäger für beste Stimmung. So überraschte der scheidende Vizekönig Michael Hewekerl seine Frau Petra, der er zuvor den Vizeköniginnenorden verliehen hatte, mit einem Tanz vorm Vorstandstisch, bei dem König Frank und Königin Sabine sofort mitmachten. "Königsein ist leicht, ohne Stress, ganz einfach", bekannte Lehmann und bedankte sich für die begeisternde Unterstützung, nicht nur durch Gildemitglieder, sondern spotan aus der Bevölkerung und der Feuerwehr. Er wertete dies als ein positives Zeichen für den guten Zusammenhalt in der Elbestadt. Ganz besonders dankte er der "weißen Flotte" (den Gildedamen) für deren stetige Hilfe mit einfühlsam überreichten Präsenten. Mit einer musikalischen Revanche überraschten die Gildedamen, allen voran Heidemarie Lähn, mit dem Song: "Wir gehör'n zu ihr (der Gilde)" nach der Melodie des Marianne-Rosenberg-Songs "Er gehört zu mir". Ein humorvolles Lob ernteten auch Lehmanns Adjutanten Friedrich Rabe und Jörg Sander. Am gestrigen Sonntag nach dem großen Ummarsch durch die Elbestadt wurde es im Festzelt noch einmal förmlich. Gildeschießoffizier Andreas Oksas überreichte mit dem Kommandeur die gildeintern ausgeschossenen Wandertropähen. Über den Von-dem-Bussche-Pokal freute sich die Mannschaft der 1. Kompanie. Die Arafa-Trophäe ging an die 2. Kompanie. Julian Olffers stellte als bester Einzelschütze mit 147 von 150 Ringen einen neuen internen Rekord auf.
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 10.07.2017 Der Kiebitz vom 12.07.2017 schreibt dazu:

Meister meisterhaft

Henning Fredersdorf ist neuer König der Gilde Hitzacker

Linus Stallbohm ist Kinderkönig

as/rs Hitzacker. „Das ist der Lohn des vielen Übens“, sagte der Schmardauer Makurs Stallbohm am Freitag, während er auf Hitzackers Marktplatz nach oben in Richtung des Balkons am ehemaligen Rathaus wies. Dort oben stand sein Sohn Linus, geschmückt mit der Kinderkönigskette. Der Schüler der Klasse 4a der Hitzackeraner Elbtalschule hatte mit dem Lichtpunktgewehr den besten Schuss abgegeben. Was sein Vater meinte: Linus Stallbohm ist ein fleißiger und erfolgreicher Jugendschütze, der mit seiner Mannschaft des Schützenvereins Metzingen immer wieder aufhorchen lässt. So war er im vergangenen Jahr als bester Schütze der dritten Schulklassen Hitzackeraner Kronprinz, wurde in Metzingen Kinderkönig und schoss vor zwei Wochen beim Wettbewerb um den Titel des Königs der Samtgemeinde-Kindermajestäten eine brillante Serie: 10,4, 10,5 und 10,6. Den besten Schuss gab seinerzeit jedoch Olivia Brzeski-Stübbecke ab, die Kinderkönigin Hitzackers, die am Freitag ihren Thron verließ. „Dafür unterbricht man gern seinen Urlaub“, ergänzte Markus Stallbohm, der am Vormittag des Proklamationsfreitags mit Linus aus Büsum angereist war und am Abend wieder dort sein wollte. „Wir haben bis Sonntag gebucht.“ Hitzackeraner Kinderkönigin wurde eine weitere Metzingerin: Anna Beier aus der 4b. Das Kronprinzenpar bilden in diesem Jahr Johannes Beier und Lina Marceaux. War der Erfolg des Kinderkönigs erarbeitet, so ist jener des neuen Erwachsenen- königs eine kleine Überraschung: Tags darauf proklamierte Obergildemeister Klaus Linnecke nämlich seinen Stellvertreter, den Gildemeister Henning Fredersdorf, zur neuen Majestät, der nun ein Jahr mit seiner Königin Kathrin Münch die Traditionsgilde von 1395 regieren wird. Fredersdorf stammt wie sein Vorgänger Frank Lehmann aus der 2. Kompanie. Friedhelm Klepper (Schwarzes Corps) und Frank Linnecke (2. Kompanie) wurden als zweit- und drittbester Schützen geehrt. Am Sonntag endete das viertägige Schützenfest.
Quelle: Kiebitz vom 12.07.2017

10. Juli 2017

Käseabend 2017 – Ehrungen, Blaskapelle und Pannenschieter

Der Käseabend als letzte Etappe vor dem Schützenfest wurde am vergangenen Samstag vollzogen. Neben sehr gutem Essen, historischen Erklärungen zur Tradition des Käseabends durch den Obergildemeister, Ehrungen und Auszeichnungen durch die Gilde und den Kreisschützenverband und den Pannenschietern gab es erstmals seit vielen Jahren wieder Livemusik von den Heidejägern. Die Märsche der phantastischen Kapelle kamen wieder sehr gut an, so dass die Stimmung wohl noch besser als auf den vergangenen Käseabenden war. Die EJZ schreibt dazu folgendes:

Silbernadel für Obergildemeister

Schützengilde Hitzacker: Viele Ehrungen – Norbert Schulz 50 Jahre aktiv

Von Axel Schmidt
Hitzacker. Zahlreiche Ehrungen und der bevorstehende Ablauf des Schützenfestes standen vor Kurzem im Mittelpunkt der Versammlung der Schützengilde Hitzacker im Zusammenhang mit dem Käseabend und dem stets mit Spannung erwarteten Auftritt der Jux-Truppe Pannenschieter der Gilde. Ewald Meyer, der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes, überraschte vor allem zwei Gildemitglieder. Zum einen ehrte er den Gildevorsitzenden, Obergildemeister Klaus Linnecke, mit der silbernen Ehrennadel des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV) für besondere Verdienste um das Schützenwesen. Und Norbert Schulz erhielt die golde- ne Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes (DSB) für 50-jährige Mitgliedschaft in der Gilde. Beide verdienten Schützenbrüder erhielten anerkennenden Applaus für ihren stets unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Gilde. Darüber hinaus hatte der Kreisverbandsvorsitzende weitere Ehrennadeln des DSB für Gildemitglieder mitgebracht, die bereits jüngst bei der Frühjahrsversammlung gildeintern ausgezeichnet worden waren, nämlich Horst Stahlbock (60 Jahre), Jürgen Kaddatz (40 Jahre), Jörg San- der, Andreas Oksas, Tobias Lübke und Peter-Albert Schneeberg für 25-jährige Zugehörigkeit zur Gilde. Obergildemeister Linnecke lobte die kürzlich arrangierte 175-Jahr-Feier für die Kinderschützengilde, bedankte sich bei den Organisatoren und warb für das Kinderschützenfest, das natürlich auch diesem Thema gewidmet sei. Der Beauftragte für die Kinderschützengilde, Tobias Lübke, kündigte an, dass in die- sem Jahr Gewinne im Wert für über 800 Euro für die Kinder beim Preisschießen zur Verfügung stehen und bedankte sich für die großzügige Spendenbe- reitschaft. Eine spontane Hutsammlung unter den gut 60 Ver- sammlungsteilnehmer ergab über 130 Euro für die Kinderschützengilde. In Vertretung des polizeidienstlich kurzfristig verhinderten Kommandeurs Thomas Schenck erinnerte Klaus Linnecke an einige wichtige Regularien, die es beim Schützenfest einzuhalten gelte. Für den Zapfenstreich fehle es noch an Gewehr- trägern. Der Obergildemeister machte darauf aufmerksam, dass die Parade am Sonnabend gegen 11.40 Uhr und am Sonntag um 14.15 Uhr jeweils auf dem Marktplatz stattfinde. Er bedankte sich bei den Spendern von drei großen Bannern, nämlich bei Jörg Sander, Torsten Rabe und Hen- ning Fredersdorf. Die Banner mit historischen Emblemen mit Gildebezug zieren in Zukunft die Räumlichkeiten bei Gildezusammenkünften. Gildeschießsportleiter Andreas Oksas überreichte eine Fülle von Auszeichnungen für die zurückliegenden Gildemeisterschaften. Drei Titel errang Heinz-Dieter Wieczorek, je zwei Detlev Knipp, Dirk Grabow und Daniel Steindorf. Für einen Gildevereinsmeistertitel erhielten Danny Hausmann, Michael Schulz, Peter Brandes, Thomas Schenck und Andreas Oksas Auszeichnungen für die Uniform. as Bild: Der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes, Ewald Meyer (von rechts), ehrte Norbert Schulz für 50-jährige Mitgliedschaft und verlieh Obergildemeister Klaus Linnecke die silberne Ehrennadel des Niedersächsischen Sportschützenverbandes. Aufn.: A. Schmidt

Der eine sagt so, der andere so

Pannenschieter der Schützengilde Hitzacker nehmen Skandälchen aufs Korn

Von Axel Schmidt
Hitzacker. Ja, ja – das mächtige Kriseln in der Schützengilde zu Hitzacker von 1395 nimmt kein Ende… Glaubt man den Pannenschietern, der Jux-Truppe der Gilde, die traditionell beim Käseabend die zurückliegenden Geschehnisse innerhalb der Gilde und in Hitzacker unter die Lupe nimmt – stets mit Humor, manchmal auch mit liebvoll umschriebener beißender Kritik. In mehreren Sketchen deckten sie die Skandale und Skandälchen auf, überzeichneten den ein oder anderen Gildekameraden und ließen – stets mit einem Augenzwinkern – auch mal wohlverstandene Kritik los. Ausnahme: das Schwarze Korps, das vor einigen Jahren die derben Witzchen mit dem Auszug aus dem Saal des Waldfriedens quittiert hatte. Spaß ja – aber bitte nicht unter der Gürtellinie. Daran hielten sich die Pannenschieter, erstmals wieder verstärkt durch Klaus Linnecke, der seinen Sitz am Vorstandstisch mit seiner Lieblingsfigur, Herrn Miesmacher, auf der Bühne des Waldfriedens wechselte. Für viel Gesprächsstoff innerhalb der Gilde hatte das Ehrengericht gesorgt, als es um den Fall eines Gildebruders gegangen war, der vor zwei Jahren an Schützenfest Streitereien vom Zaun gebrochen und Beleidigungen ausgesprochen haben soll. Die Befragung von fünf Zeugen hatte damit geendet, dass das Ehrengericht festgestellt hatte: Der eine sagt so, der andere so. Also Einstellungsverfahren. Aber falls der Beschuldigte nochmals auffällig werden sollte, erfolge der Ausschluss. „Was soll das denn“, fragten die Pannenschieter. Wenn einer nichts gemacht hat, dann droht ihm im Wiederholungsfall der Ausschluss? „Eine gefährliche Sache! Hier macht doch kaum einer was“ – Fazit: Fast drei Viertel der Gildemitglieder würden ohnehin nichts tun – seien demnach also vom Gildeausschluss bedroht… Angesichts der verzwickten Lage würde das Ehrengericht wohl so schnell nicht wieder einen Streit entscheiden. Thema der Streit um den Schießstand. Der eine sagt so, der andere so. Während ein Teil der Gilde sich für den Ausbau der Sportstätte einsetzt, Arbeitsdienste ansetzt und Geld für die Entwicklung des Gildeeigentums ausgeben möchte, halten andere die Arbeitseinsätze für „Zwangsdienst“ und warnen vor dem Verschleudern von Geld: „Ein neuer Kugelfang aus Stahl aus dem Hamburger Hafen. Das verschlingt Millionen“, ulkte ein Pannenschieter. Letztlich dürften die Schießstand-Weiterentwickler eine Leuchtreklame nicht vergessen: „Bundesleistungszentrum Schießen Hitzacker/Elbe von 1395“. Giftige Pfeile schossen die Pannenschieter in Richtung Erste Kompanie. Dort sei der „Rationalisierungsprozess“ soweit gedrungen, dass es nur noch einen Kompanieführer gebe, aber keinen Chef, keinen Spieß und auch keinen Fahnenträger mehr; es fehle nur noch, dass auch die Gewehrträger kommissarisch tätig würden. Selbst Beförderungen seien anfangs ausgeschlagen worden, skizzierten die Pannenschieter und suchten jemanden, dem sie ihr Pfännchen ehrenhalber verleihen könnten. Doch da sich niemand dafür gefunden hätte, behielt die Jux-Truppe die begehrte Auszeichnung diesmal. „Sind die da vielleicht zerstritten?“ Und: In der Gilde war ein DNA-Test erforderlich geworden. Satzungsgemäß dürfen in die Gilde nur Männer aufgenommen werden, aber bei einem… Der Test sei zwar einerseits eindeutig, aber… Offenbar hätte die Analyse eindeutig ein „Sabbel-Gen“ für das Sprachzentrum festgestellt. Und dieses Gen sei nun mal zu 100 Prozent weiblich. Auch der Berichterstatter der EJZ bekam sein Fett weg. Dass die Gilde „nach turbulenten Jahren nun wieder finanziell im ruhigeren Fahrwasser“ segele, sei falsch dargestellt worden. Der Gilde gehe es schließlich finanziell gut. Da seien falsche Zahlen recherchiert worden, meinte, kritisierte oder ulkte Miesmacher. Ob auch diese Nachricht – wie viele andere bei Pannenschieters – nicht auch überzogen war? Das musste zumindest jenen ganz und gar nicht spaßig erscheinen, die sich stundenlang dem Thema Gildefinanzen gewidmet hatten. Denn: Gleich mehrere Kassenprüfer hatten in den Versammlungen mehrfach über den desolaten Zustand der Finanzen berichtet. Aber das ist eine andere Geschichte. Denn in Hitzacker gilt ja: Der eine sagt so, der andere so. Bild: Mit dem Ergebnis einer DNA-Analyse beschäftigten sich die Pannenschieter Dirk Grabow (links) und Volker Tesch. Aufn.: A. Schmidt
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 04.07.2017

04. Juli 2017

Herbstversammlung der Schützengilde vor 25 Jahren

Die Schützengilde Hitzacker hielt ja unlängst Ihre Herbstversammlung 2016 im Restaurant Waldfrieden ab. Traditions- und Satzungsgemäß finden im Rahmen der Herbstversammlung Neuwahlen statt. Dies war auch in diesem Jahr wieder der Fall, wie hier und in der EJZ berichtet wurde. Auch vor 25 Jahren wurde auf der Herbstversammlung gewählt. Damals trafen sich die Schützenbrüder im Yachthafen, wie man in der heutigen Ausgabe der EJZ erfahren konnte. Die EJZ schrieb dazu in der Ausgabe vom 22.11.1991 welche in der Ausgabe vom 29.11.2016 teilweise erneut gedruckt wurde folgendes:

Karl Guhl vor der Schützengilde Hitzacker:

„Nicht so wichtig nehmen“

ab Hitzacker. Glückwünsche und Ovationen gab es am Dienstagabend zu Beginn der Herbstversammlung der Hitzackeraner Schutzengilde im Restaurant „Am Yachthafen" für den Obergildemeister der Elbestadt, Christian Zühlke, sowie für Majestät und Kommandeur Karl Guhl. Obwohl die Gilde die Politik stets bewußt aus ihrem Alltag verdränge, seien die Schützen doch überaus glücklich, daß sie mit dem kürzlich zum Landrat gewählten Christian Zühlke und mit dem am Abend vor der Herbstversammlung in seinem Amt als Hitzackeraner Samtgemeindebürgermeister bestätigten Karl Guhl nun zwei so wichtige kommunalpolltische Repräsentanten in ihren Reihen haben, meinte Gildemeister Peter Schneeberg. Doch auch wenn Karl Guhl nun weiterhin das Amt des SG-Bürgermeisters und Christian Zühlke seit kurzem das des Landrates ausübe; in der Gilde, betonte Schneeberg, wurden die Tätigkeiten der beiden nicht so hoch angesiedelt werden wie anderswo in der Öffentlichkeit. Für die Schützen sei Zühlke nach wie vor der Obergildemeister und Guhl immer noch Majestät und Kommandeur. Was sei schon ein Samtgemeindebürgermeister oder was ein Kommandeur, fragte augenzwinkernd Karl Guhl. Beide sollten sich nicht so wichtig nehmen. Zählen würden doch nur der Bürger und der Schütze. Wer von den Anwesenden geglaubt hatte, die Herbstversammlung werde ebenso harmonisch weiterlaufen, wie sie begonnen hatte, mußte sich bereits wenig später eines besseren belehren lassen. Für den zweiten Gildemeister und Schrift wart Rainer Schröter, der schon vor etwa einem Jahr seinen Rücktritt angekündigt hatte, sollte ein Nachfolger gefunden werden. Da jedoch keine Vorschläge für diesen Posten erfolgten, wurde der Tagesordnungspunkt nach kurzer Diskussion schließlich abgesetzt und bis zur nächsten Versammlung vertagt. Bis dahin nimmt Schroter noch die entsprechenden Amtsgeschäfte wahr. Sowohl Rainer Schröter als auch Karl Guhl zeigten sich nach der „geplatzten Wahl" merklich enttäuscht. Es sei beschämend für die aus annähernd 150 aktiven Schützen bestehende Gilde, daß innerhalb von zwölf Monaten kein Nachfolger für den zweiten Gildemeister gefunden worden sei. Jeder der Gilde angehörende Aktive müsse auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Gegen diesen „Rundumschlag" wehrten sich einige Schützen energisch. Da für den vakanten Posten wegen der Aufgabenvielfalt lediglich wenige Personen in Frage kämen, sei der Kreis von Beginn an sehr klein. Völlig komplikationslos verlief die Neuwahl des Schatzmeisters. Für den aus beruflichen Gründen zu ruckgetretenen Detlef Daasch wurde nahezu einstimmig Christian Guhl gewählt.
Quelle: EJZ vom 22.11.1991 erneut gedruckt in der EJZ vom 29.11.2016 vor-25-jahren

29. November 2016

Herbstversammlung 2016 der Schützengilde Hitzacker

Am 19.11.2016 hielt die Schützengilde von 1395 zu Hitzacker (Elbe) e.V. ihre Herbstversammlung ab. Auf der Tagesordnung standen unter anderem auch etliche Wahlen. Durch die Wahlgänge und die Beiträge des Vorstands wurde die Versammlung nicht in Rekordzeit abgehalten sondern beanspruchte seine Zeit. Einigen Schützen knurrte bereits der Magen, das Eisbein, welches anschließend verspeist wurde, war jedoch durch die ihm gegebene Zeit wunderbar zart und geschmackvoll. Die EJZ schreibt zu der Versammlung:

Vertrauensbeweis für Vorstand Herbstversammlung der Schützengilde Hitzacker

Jörg Sander neuer Schaffer – Ehrengericht tagte
herbst2016 Seit 50 Jahren gehört Detlev Daasch (links) der Schützengilde in Hitzacker an, davon war er zehn Jahre als Schatzmeister ehrenamtlich tätig. Obergildemeister Klaus Linnecke überreichte dem Jubilar die seltenen Auszeichnungen. Aufn.: A. Schmidt Von Axel Schmidt Hitzacker Die Mitglieder der Schützengilde Hitzacker von 1395 setzen weiterhin großes Vertrauen in ihren Vorstand. Gildemeister Henning Fredersdorf, Kommandeur Thomas Schenck und Ordonanzoffizier Harald Münchow wurden bei der Herbstversammlung im Hotel Waldfrieden in satzungsgemäß geheimen Abstimmungen mit überwältigenden Stimmergebnissen in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Schaffer ist nun Jörg Sander, bisher Spieß der zweiten Kompanie. Er ist Nachfolger von Horst Tausendfreund, der wegen des Erreichens der satzungsgemäßen Altersgrenze nicht wieder kandidierte, seinem Nachfolger aber bei den Aufgaben des Platzmeisters aktiv zur Seite stehen wird. Obergildemeister (OGM) Klaus Linnecke würdigte den umfangreichen Arbeitseinsatz des scheidenden und hoch dekorierten Schaffers. Detlev Daasch wurde vom OGM für 50-jährige Mitgliedschaft in Gilde und Deutschem Schützenbund mit zwei Auszeichnungen bedacht. Daasch hatte sich in der Vergangenheit als Schatzmeister der Gilde zehn Jahre lang sorgsam um die Gildekasse gekümmert. Apropos Gildekasse: Der neue Schatzmeister Michael Schulz berichtete, dass die Mitgliederzahl bei vier Eintritten und zwei Austritten nunmehr 149 betrage. Zusätzlich seien drei Nachwuchsschützen aufgenommen worden. Nachdem Schulz die hohe Summe der ausstehenden Forderungen erheblich reduziert hatte, werde die Gilde das Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich mit einem Plus von rund 3 000 Euro abschließen und dann einen Bestand von rund 12 000 Euro auf den Konten haben. Diese Finanzbasis sei auch erforderlich, denn die Gilde müsse eine Baum-Fachfirma mit dem Absägen von an die 50 Bäumen beauftragen. Kostenvoranschlag: 3 700 Euro. Diese Ausgabe sei unumgänglich, um durch die Unterhaltungsarbeiten den Bestand der Schießsportanlage zu sichern. Es drohten nämlich mehrere kräftige Bäume auf das Schießstandgebäude und die Schießbahnen zu fallen. Aktuelles Ereignis: Eine morsche Akazie war auf das benachbarte Tennisplatzgelände gekracht. Schaden: mehr als 1600 Euro. Im Rückblick auf das Schützenfest zeigten sich die Vorstandsmitglieder in ihren Berichten rundum zufrieden mit den Abläufen. Besonders belobigt wurden die Organisatoren des Senioren-Shuttles (Traktor mit Planwagen), mit denen die älteren Gildemitglieder am Festumzug teilnahmen. Bei der Manöverkritik nach dem Fest habe es einige gute Anregungen gegeben, die in der Frühjahrsversammlung der Gilde besprochen werden sollen. Auch die Schausteller seien mit dem Gildefest zufrieden gewesen und hätten bereits Verträge für das Schützenfest 2017 abgeschlossen. Mucksmäuschenstill still war es im Versammlungsraum, als Obergildemeister Linnecke ein Urteil des fünfköpfigen Ehrenrates verlas. Das Gremium hatte sich mit mehreren Anschuldigungen von Gildemitgliedern zu beschäftigen, die sich gegen einen vieljährigen und hohen Offizier richteten. Dieser soll gleich mehrere Gildekameraden schwer beleidigt haben. Weil der Verstoß gegen die Kameradschaft aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, hatte der Ehrenrat das Verfahren eingestellt. Allerdings habe der Vorsitzende des Ehrenrates dem Beschuldigten mitgeteilt, dass eine Wiederholung eines solchen Vorfalls den Ausschluss aus der Gilde nach sich ziehen werde. Erfreuliche waren da die Schilderungen von Schießoffizier Andreas Oksas. Das Kinderkönigsschießen im Vorfeld des Schützenfestes, das erstmals mit Lichtpunktgewehren in der Grundschule organisiert worden war, sei ein großer Erfolg gewesen. Oksas dankte unter Beifall der Schulleitung und den Lehrkräften für dessen Unterstützung. Gute Schießleistung, vor allem bei Rundenwettkämpfen, hatten Julian Olffers, Daniel Steindorf, Heinz-Dieter Wieczorek, Ines Seipelt, Thomas Schenck, Peter Brandes und Dirk Grabow erbracht. Oksas kündigte an, dass die Gildemeisterschaften 2018 schon im Herbst 2017 geschossen würden, um die Terminballung im Frühjahr mit den zahlreichen Kreismeisterschaften zu entzerren. Die Hitzackeraner Gilde plant für den 12. August 2017 eine Tagesbustour zur Hanse-Sail nach Rostock. Dort wollen die Uniformierten ihre Rostocker Kanonier-Freunde besuchen, die alljährlich das Hitzackeraner Schützenfest mit Böllerschüssen beschallen.
Quelle: Elbe-Jeetztel-Zeitung vom 23.11.2016 herbst2016-ejz

27. November 2016

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